Atemtest bei Unverträglichkeiten: Laktose, Fruktose & SIBO erkennen
Von Tayfun Boztepe · Heilpraktiker Lampertheim

Was ein Atemtest misst
Wenn der Körper bestimmte Zucker nicht richtig aufnehmen kann, werden diese von Darmbakterien vergoren. Dabei entsteht Wasserstoff (H2) – teils auch Methan –, der über das Blut in die Lunge gelangt und abgeatmet wird. Genau diesen Wasserstoff misst der H2-Atemtest in der Atemluft. So lassen sich Unverträglichkeiten objektiv nachweisen, ganz ohne Blutabnahme.
Diese Atemtests sind möglich
- Laktose-Atemtest: bei Verdacht auf Milchzucker-Unverträglichkeit
- Fruktose-Atemtest: bei Fruchtzucker-Malabsorption
- Sorbit-Atemtest: bei Beschwerden nach Süßstoffen
- SIBO-Atemtest (Glukose/Laktulose): bei Verdacht auf eine bakterielle Fehlbesiedlung des Dünndarms
Typische Beschwerden, bei denen ein Atemtest sinnvoll sein kann, sind Blähungen, Bauchkrämpfe, Durchfall oder Völlegefühl nach den Mahlzeiten.
So läuft der Atemtest ab
Nach einer kurzen Nüchtern- und Vorbereitungsphase trinken Sie eine definierte Testlösung. Anschließend pusten Sie in festgelegten Abständen in ein Messgerät. Der gesamte Test dauert – je nach Substrat – etwa zwei bis drei Stunden. Das Ergebnis liegt meist direkt vor und wird mit Ihnen besprochen. Wir erklären Ihnen, welche Rolle die Ernährung spielt und welche weiteren Schritte sinnvoll sein können.
